Was ist Anlegerschutz?

Jede gute Anlageberatung ist Anlegerschutz. Schutz vor falschen Entscheidungen. Schutz vor den Tricks und Verschleierungen unseriöser Anbieter und Vermittler. Ein qualifizierter Berater trennt die Spreu vom Weizen. Identifiziert realistische Chancen und klärt über Risiken auf. Er muss den Angeboten auf den Grund gehen und die Hintergründe verstehen. Liegt einem Berater, der seine Arbeit sorgfältig macht, ein unseriöses Angebot vor, so sollte er es erkennen und seinen Mandanten davor warnen. Den Anleger vor Schaden bewahren. Schützen.

Warum befassen wir uns damit?

Weil wir immer wieder damit konfrontiert werden. Wenn hier an der Costa Blanca eine Kapitalanlage angeboten wird, erfahren wir davon. Entweder aus der Zeitung oder von Anlegern oder Interessenten. Wir werden gefragt, was wir davon halten oder, ob wir auch „so etwas Tolles" anbieten können. Da es für jede seriöse Kapitalanlage öffentlich zugängliches Informationsmaterial gibt, versuchen wir, uns dieses zu beschaffen, um es dann zu prüfen und zu beurteilen. Die meisten Anbieter von Kapitalanlagen freuen sich darüber, denn wir suchen ja auch für unsere Kunden ständig nach guten Offerten. Wenn wir etwas herausgefunden haben und wir die Sache für bedeutend halten, äußern wir uns dazu. Positiv oder negativ. Im Dialog mit unseren Kunden und Interessenten und auch öffentlich.

Was qualifiziert uns dazu?

Ich, Harald Wolff, Geschäftsführer der Sol&Haben S.L., bin gelernter Bankkaufmann. Seit Abschluss meiner gründlichen Ausbildung bei einer Sparkasse im Jahr 1972 befasse ich mich ununterbrochen mit Finanzthemen. Seit 1977 bin ich selbständig im Finanz- und Immobiliengeschäft. Anfang der neunziger Jahre wurde ich als Referent zu einer Schulungsreihe für Vermögensberater eingeladen. Aus dem Kreis der Schulungsteilnehmer wurden mir fortan immer wieder die verschiedensten Kapitalanlagen zur Beurteilung vorgelegt. Daraus entwickelte sich ein umfassendes Wissen über Merkmale und Erscheinungsformen zweifelhafter Anlageofferten. Dies vertiefte ich durch Kontakte und Wissensaustausch mit Kriminalpolizei und anerkannten Experten wie Dr. Glinig, dem Autor des Standardwerks „Der internationale Finanzbetrug". Seit etwa 1995 halte ich Vorträge zur Erkennung von und Schutzmaßnahmen gegen Anlagebetrug und veröffentliche Artikel dazu. Bundesweite Anfragen erreichten mich seit etwa 1998 als Autor eines Ratgebers zur Altersvorsorge, der im renommierten Verlag C.H. Beck, München, erschienen war, und, nachdem ich als Studiogast bei n-tv Geld Fragen zur Altersvorsorge beantwortet hatte. Seit 2000 bin ich an der Costa Blanca tätig und begegne hier alt bekannten und neuen Betrugsmaschen oder auch einfach nur unsinnigen oder dilettantisch gemachten Kapitalanlagen. Dazu äußere ich mich.

Seit 2007 arbeite ich darüber hinaus eng mit der Juristin Janette Vehse zusammen, die sich als Geschäftsführerin der Soluciones Europeas S.L. in Kooperation mit einem Netzwerk von Rechtsanwälten und Steuerexperten, mit den rechtlichen und steuerlichen Angelegenheiten deutschsprachiger Personen in Spanien befasst.

Wettbewerbsschelte?

Firmen oder Personen, die sich mit dem Vertrieb von Kapitalanlagen befassen, die wir als unseriös oder untauglich befinden, sind in der Regel nicht begeistert und empfinden unsere Tätigkeit als Einmischung und Behinderung. Man unterstellt uns dann gern, Wettbewerber ausbremsen zu wollen. Was für Wettbewerber? Wir bieten keine eigenen Kapitalanlagen an. Wir beurteilen die Angebote, die wir am Markt vorfinden und sprechen Empfehlungen aus. In dieser Tätigkeit kennen wir keinen Wettbewerber an der Costa Blanca. In Wettbewerb zueinander stehen Emissionshäuser, Fondsgesellschaften und Banken. Wir wählen daraus Empfehlungen aus. Seit wir hier tätig sind, haben wir die Kooperation mit 8 Banken in Spanien, Deutschland, Österreich und der Schweiz empfohlen, Investmentfonds von über 20 verschiedenen Kapitalanlagegesellschaften vermittelt und mehr als 130 verschiedene Beteiligungsprodukte von mehr als 15 Emissionshäusern für unsere Anleger ausgewählt. Mit einer Vielzahl von Kollegen mit ähnlicher Tätigkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen wir darüber hinaus in regelmäßigem oder gelegentlichem Informations- und Gedankenaustausch.

Wen stört Anlegerschutz?

Ja, wer fühlt sich dadurch gestört, dass wir Kapitalanlagen auf den Grund gehen? Anleger? Nein, regelmäßig sind es die Urheber oder Vermittler obskurer Produkte, denen das Tageslicht, dem wir sie aussetzen, nicht bekommt. Wer sich nicht für unsere Meinung interessiert, der muss sie ja nicht lesen. Wer allerdings vor einer Anlageentscheidung steht, ist eher dankbar für unsere Analysen, und sei es als zweite Meinung. Anleger, die unsere Kunden geworden sind, stören sich jedenfalls nicht an unserer Aufklärungsarbeit. Und auf die kommt es uns an.

Ahnungslosigkeit ist keine Beratertugend

Haben Sie schon einmal ein Inserat gesehen „Anatomisch Interessierte Leute zur Einarbeitung als Chirurg gesucht"? Eher selten, oder? In der Finanzbranche sind entsprechende Stellenangebote häufig zu finden. Nichts gegen Friseure, Köche oder Angehörige anderer ehrenwerter Berufe, deren Leistungen ich gern in Anspruch nehme. Nur wenn diese nach einigen Wochenendkursen glauben, Finanzanlageexperten zu sein, oder von ihren Einweisern diesen Glauben vermittelt bekommen, gibt es immer wieder Probleme. Wie viele Unsinnsprodukte werden täglich von Schnellkurs"beratern" verkauft? Produkte, die sie selbst nicht beurteilen können. Die teilweise nicht einmal von ihren Urhebern verstanden werden. Stellen Sie sich das Gemetzel vor, wenn Chirurgen so ahnungslos wären wie manche „Finanzexperten".

Anlagebetrug ist übelste Kriminalität

Es ist natürlich zu unterscheiden zwischen ahnungslosen Beratern, die in gutem Glauben Schaden anrichten, und solchen, die sich bewusst und vorsätzlich am Vermögen anderer rechtswidrig bereichern. Schlimm genug und in den Folgen häufig identisch. Wer jedoch absichtlich andere Leute um ihre Ersparnisse bringt, ist einfach ein schäbiger Lump! Punkt!

Mir haben Leute gegenübergesessen, die alle Lebensfreude verloren haben, die vor Kummer zusammengefallen, geradezu „verkümmert" sind. Auch Hinterbliebene von Menschen, die an den Folgen solcher Taten zu Grunde gegangen sind. Das waren nicht immer Gierige und Unersättliche! Das waren Menschen, die anderen vertraut hatten. Die vielleicht ihre Rente aufbessern wollten, indem sie ihr Häuschen beliehen. Die ihr Vermögen sicher anlegen wollten, um einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Die manchmal alles verloren haben und nun von der Grundsicherung leben müssen. Deren Lebensträume zerstört wurden. Wer Menschen so etwas antut, verdient weder Sympathie noch Rücksicht.

Wir werden weiterhin unser Wissen und unsere Erfahrung einsetzen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Und werden uns weiter dazu äußern! Davon lassen wir uns weder durch üble Nachrede noch durch Drohungen abbringen.


Betrogen und besteuert

Donnerstag, den 05. August 2010 um 14:57 Uhr

Betrogen und besteuert

Scheingewinne sind steuerpflichtig

Pecunia non olet - Geld stinkt nicht. Kaiser Vespasian soll diesen Satz gesagt haben, als er die öffentlichen Toiletten in Rom besteuerte. Diese lehrreiche Erkenntnis beflügelt auch heute noch den Fiskus, der Geld für den nimmersatten Staat beschaffen muss. Dabei kommt es nicht auf Anstand und Gerechtigkeit an, sondern auf Paragraphen. Und das kann für betrogene Kapitalanleger durchaus fatale Folgen haben.

Wenig bekannt aber doch gesicherte höchstrichterliche Rechtsprechung ist nämlich die Steuerpflicht für Scheingewinne. Auch wenn diese nie ausgezahlt wurden und sogar das Kapital verloren ist. Es ist sogar strafbar, diese „Gewinne" nicht in der Steuererklärung anzugeben.


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Integrierter Anlegerschutz

Montag, den 07. Juni 2010 um 11:36 Uhr

Integrierter Anlegerschutz

Eine zweifelhafte Offerte, die vor sich selbst schützt

Sie wissen ja, wir beobachten die Kapitalanlageangebote, die hier an der Costa Blanca auftauchen, um die Fragen unserer Interessenten qualifiziert beantworten zu können. Und, weil uns interessiert, was sich am Markt so tut.

Besonders beeindruckt sind wir von einer Offerte, die seit einigen Wochen in den Costa Blanca Nachrichten (CBN) zu finden ist:


„Geld verdienen mit der Sonne. Aktienbeteiligung an span. Photovoltaik S.A. 100% sicher hohe Rendite. Info: www. ... . de/@gmx.de"



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Etikettenschwindel "Rentenberater"?

Mittwoch, den 28. April 2010 um 14:51 Uhr

Etikettenschwindel „Rentenberater"?

Ein aufschlussreiches Inserat in der CBN

Es sieht aus wie eine gute Berufschance. In den letzten Ausgaben der Costa Blanca Nachrichten (CBN) findet sich ein Stellenangebot, das dringende Fragen nach der Seriosität aufwirft. Eine deutsche Gesellschaft sucht „Rentenberater" zur Einarbeitung in Deutschland oder Spanien und bietet Fixum, Firmenwagen und Provision. Das klingt gut, aber überhaupt nicht nach „Rentenberater". Diese
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18% Zinsen - 100% Verlust. Garantiert!

Montag, den 18. Januar 2010 um 08:50 Uhr

18% Zinsen - 100% Verlust. Garantiert!

Kann man wirklich auf so etwas hereinfallen?

Seit einigen Wochen finden wir wieder einmal in der CBN unter der Rubrik „Geschäftsbeziehungen/Kapital" regelmäßig eine eingerahmte Kleinanzeige „www.topzinsen.org - www.topzinsen.us". Wir schauen uns so etwas natürlich an. Und sind nicht überrascht, eine Homepage vorzufinden, die auf den ersten Blick professionell erscheint und bei genauerer Betrachtung völligen Humbug offeriert. Es tut direkt weh, sich überhaupt mit den Details, die sich herausfinden lassen, zu beschäftigen. Einige dieser Details:

„18% Rendite p.a. garantiert",18% Zinsen", Gewinne aus Rohstoffgeschäften, Diamanten, Gold usw. werden ausgeschüttet - Was denn nun? Das sind völlig unterschiedliche Dinge!
• Alles ist natürlich „garantiert" und damit völlig „sicher". Nur - wer da garantiert und wo der sitzt bleibt im Dunklen.
• Obwohl gesetzlich vorgeschrieben, gibt es kein Impressum, das Auskunft über die Betreiber der Homepage gibt.
„Gerichtsstand" ist Miami
• Die "Risikobelehrung" in den „AGB´s" (Deutsch können sie auch nicht!) ist ein Witz!
• Die Anschrift des Anbieters: „Topzins Inc., Vermittlung von Kapitalanlagen, United States of America, Miami" Na dann ist ja alles klar!
• Die folgende Widerrufsbelehrung muss man sich einmal durchlesen:

„Widerrufsbelehrung
Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform widerrufen. Den Widerruf richten Sie bitte an die Fondsgesellschaft.
Widerrufsfolgen:
Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen (z. B. Zinsen) herauszugeben.
Können Sie uns die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren, müssen Sie uns insoweit ggf. Wertersatz leisten.
Ende der Widerrufsbelehrung"

Wie könnte denn wohl ein „Wertersatz" für „in verschlechtertem Zustand zurückgewährte Nutzungen (z.B. Zinsen)" aussehen? Schmarrn! Worthülsen! Blabla!
Ich sehe schon Hunderte „Anleger" mit ihren „Vertragserklärungen" durch Miami, USA, irren, auf der Suche nach der „Fondsgesellschaft".

Das dick aufgetragene., inhaltslose Phrasengewirr erinnert irgendwie an die schwülstigen Ergüsse des rechtskräftig verurteilten Betrügers Andreas Hammerschmidt, vor dessen Betrügereien wir schon 2003, unter anderem in unserem „Aktuell" Nr. 6 vom Oktober 2003 gewarnt hatten. Ist er wieder an der Costa Blanca aktiv?

Was uns wirklich zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass wirklich Menschen auf diese Betrüger hereinfallen. Die Homepage wie auch die Unterlagen sind nämlich nur Staffage, die sich kaum jemand genau anschaut. Die Betrüger selbst nämlich haben ein sehr überzeugendes Auftreten. Sie versprechen alles, Probleme und Risiken gibt es bei Ihnen nicht. Das glaubt man gern. Bis das Geld weg ist!

Die gute Nachricht: Mit unserer Schwesterfirma Soluciones Europeas unterstützen wir Sie im Schadensfall gern. Gegen faires Honorar.


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Den letzten beißen die Hunde

Montag, den 28. September 2009 um 09:46 Uhr

„Die Letzten beißen die Hunde"

Das Ende eines Schneeballsystems

Das tückische an einem Schneeballsystem ist, dass es allen Beteiligten zunächst eigentlich gut geht:
• Der Initiator bekommt Geld, das er verwenden kann, wie er will.
• Der „Anleger" bekommt von dem Geld eine vermeintliche Rendite.
• Der Anleger empfiehlt die Super-Geldanlage weiter.
• Der Initiator bekommt noch mehr Geld, das er verwenden kann, wie er will.
• Die Anleger werden aus dem Geld bedient.
• Es scheint nur Gewinner zu geben.

Irgendwann kommt es zu einer Störung in diesem System. Das kann verschiedene Gründe haben:

• Das Feld ist „abgegrast", es kommen zu wenig „Neuanleger". Damit versiegt der Zustrom von Geld.
• Misstrauen kommt auf. Zweifel am „Geschäftsmodell" wachsen.
• Seriöse Geschäftsleute wehren sich gegen betrügerische „Mitbewerber", deren vermeintlich attraktive Angebote in der realen Welt nicht möglich sind.
• Immer mehr Anleger fordern ihr Geld zurück.
• Gerichte, Staatsanwaltschaft oder Presse durchleuchten das Geschäft.

Jetzt machen einige Anleger Druck. Um das System möglichst lange aufrecht zu erhalten, bedient der Initiator zunächst die, die ihm am meisten wehtun. Teilweise werden nun Neuanleger zu besonders attraktiv erscheinenden „Sonderkonditionen" gelockt. Deren Geld geht dann entweder direkt an die Anleger, die am lästigsten werden oder als Fluchtgeld in die Tasche des Initiators. Bleibt der Zustrom aus, verschwindet der Initiator und/oder beklagt alle möglichen widrigen Umstände, die das gute Geschäft zerstört hätten. Sehr häufig werden auch die, die den Betrug aufdecken als Schuldige am Zusammenbruch gesehen. Schließlich war doch alles so schön und harmonisch, bis jemand die Illusion zerstörte. Erstaunlicherweise werden nun einige Opfer zu den engagiertesten Verteidigern des Betrügers. Dieser stellt sich selbst als Opfer dar. Er hat immer noch einen guten persönlichen Draht zu seinen „Kunden", denn „zu seiner Zeit" war ja immer alles schön harmonisch gewesen. Erst die Störung von dritter Seite hat den Zustrom versiegen und damit sein tolles Geschäftsmodell platzen lassen.

Dabei kann es den ersten Kunden ja noch recht gut gehen. Sie haben vermeintliche Gewinne kassiert und wenigstens einen Teil ihres Geldes wieder zurückbekommen. Übrigens müssen die Scheingewinne auch dann versteuert werden, wenn diese wieder angelegt und dann zusammen mit dem Kapital komplett verloren sind. Stellen Sie sich vor, Sie hätten 100.000 Euro „angelegt" und Sie hätten damit 100.000 Euro „verdient". Sie wären begeistert gewesen und hätten auch den Gewinn sofort wieder „angelegt". Nun platzt das Ganze und Sie haben nichts mehr. Da kommt dann richtig Freude auf, wenn der Steuerbescheid vom Finanzamt für den Gewinn von 100.000 Euro ins Haus flattert. Ergebnis:

• Kapital weg.
• „Gewinn" weg.
• Steuern auf „Gewinn" zu zahlen.
• Per Saldo also mehr als den eigenen Einsatz verloren.

Sie glauben das nicht? Höchstrichterlich bestätigt! Googeln Sie mal unter „Ambros S.A".

Das Problem haben die letzten Anleger ja zum Glück nicht mehr. Sie haben einfach ihr Geld hergegeben und verloren. Für Gewinne blieb keine Zeit mehr. Ob sie das tröstet?


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