Effizientes Mittel zur Standortförderung
Freitag, den 15. Januar 2010 um 12:02 Uhr
Effizientes Mittel zur Standortförderung
Die Tonnagesteuer ist eine der sinnvollsten Subventionen
Den folgenden Artikel haben wir aus dem aktuellen Newsletter unseres Produktpartners ATLANTIC kopiert. Da er die große Bedeutung und den volkswirtschaftlichen Sinn der Förderung, von der unsere gemeinsamen Anleger profitieren, sachlich auf den Punkt bringt, übernehmen wir den Text unverändert und bedanken uns bei den Kollegen von ATLANTIC für die geleistete Vorarbeit.29.12.2009
Berlin - Nach einer aktuellen Studie, die im Auftrag des Bundesfinanzministeriums erstellt wurde, wird die Tonnagesteuer als eine der wenigen sinnvollen Subventionen in Deutschland bewertet. Das Finanzwissen-schaftliche Forschungsinstitut an der Universität zu Köln hat in Kooperation mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und dem dänischen Beratungsunternehmen Copenhagen Economics die zwanzig wichtigsten Steuervergünstigungen untersucht. Neben der ökonomischen Wirksamkeit und den Mitnahmeeffekten standen dabei Fragen der Rechtfertigung und Fairness der steuerlichen Privilegierung bestimmter Gruppen und Tätigkeiten im Vordergrund. Bei einem Gesamtvolumen von 18,1 Mrd. Euro wurden nur fünf der großen Steuersubventionen positiv beurteilt.
„Durch die Bindung der Tonnagebesteuerung an eine Bereederung im Inland kann der Standort gestärkt werden", heißt es in dem bisher umfangreichsten Gutachten zu diesem Thema. Die Tonnagesteuer werde weltweit an allen wichtigen maritimen Standorten gewährt und ein Verzicht wäre mit erheblichen Risiken für die deutsche Handelsschifffahrt verbunden. Über alternative Instrumente wie direkte Subventionen oder Sonderabschreibungen könnte ein vergleichbarer Anreizeffekt nicht erzielt werden. Der 1999 verabschiedete Paragraph 5a des Einkommenssteuer-gesetzes sieht für Handelsschiffe im internationalen Verkehr eine pauschale Gewinnermittlung anhand der Schiffstonnage vor. Je nach Größe des Schiffes werden die Ausschüttungen mit 0,2 bis 0,3 Prozent besteuert.
Die Tonnagegewinnermittlung für Handelsschiffe wird mittlerweile in fünfzehn europäischen Staaten praktiziert. Erst im vergangenen Jahr hat die EU-Kommission die Einführung einer tonnageabhängigen Pauschalsteuer in den Niederlanden und Slowenien genehmigt. Die von deutschen Reedern kontrollierte Handelsflotte hat sich seit Einführung der Tonnagesteuer nahezu verdreifacht und umfasst derzeit knapp 3.500 Schiffe. Auch der neue Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat sich Anfang Dezember deutlich für eine Beibehaltung der derzeitigen Regelung ausgesprochen. Mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Mrd. Euro erwirtschaftet die maritime Branche rund 5% des deutschen Bruttosozialprodukts.






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